Ernährungsberatung für Hunde und Katzen

Was tun gegen Durchfall?

Wenn du jetzt ein Patentrezept erwartest, was du gegen den Durchfall deines vierbeinigen Freundes tun kannst, muss ich dich leider enttäuschen! Hätte ich eins, würde es mir bestimmt einen Nobelpreis einbringen!
Leider sieht es ganz anders aus. Die Ursachen für unregelmäßigen Stuhl sind fast so vielfältig wie die Sterne am Himmel. Grundsätzlich sollte man dem immer auf den Grund gehen, denn dünner Stuhl, bzw. Durchfall, kann von einer ursprünglichen Kleinigkeit zu einer Allergie werden; es kann eine einfache Magenverstimmung sein oder Symptom einer Krankheit….
Natürlich sollte der Tierarzt eingeschaltet werden, aber auch Tierernährungsberater können sehr viel für dein Tier tun. Mit Hilfe einer ausführlichen Anamnese kann schon mal ein erster Überblick gewonnen werden, was los sein könnte. Mit einer einfachen Stuhlprobe kann man schon viel im Darm erkennen und manchmal reicht auch schon eine Ernährungsumstellung um die Symptome zu beenden.
Aber auch wenn eine Krankheit im Spiel ist, kann man mit Hilfe der passenden Ernährungsweise die Gesundheit deines Tieres fördern.
ACHTUNG!!! Diese Tipps gelten nur für ansonsten gesunde Tiere und sollten mit einem Tierarzt besprochen werden!
Deshalb zögere nicht lange, wenn du (auch kleinere) Unregelmäßigkeiten bei der Verdauung deiner Katze oder deines Hundes erkennst und melde dich gerne unverbindlich bei mir, damit es nicht zu einer schwerwiegenden Sache wird!
Hier nun aber trotzdem ein paar „erste- Hilfe- Tipps“ bei Durchfall:
   * ist es überhaupt Durchfall? Hat dein Tier ein bis zwei Mal am Tag weichen Kot ist das noch kein Durchfall. Vielleicht hat es etwas aufgenommen, was den Kot weich macht. Es kann auch am Futter liegen. Bei selbsthergestellten Rationen könnte z.B. der Innereienanteil vielleicht etwas zu hoch gewesen sein.                                                                                                   Hat dein Tier aber mindestens 5-6 Mal dünnen bis wässrigen Stuhl ist das Durchfall. Es empfiehlt sich in diesem Fall einen Tierarzt aufzusuchen.                                         
   *Ernährungstechnisch empfehle ich in diesem Fall erst einmal die Fütterung für 24 Stunden einzustellen, damit Ruhe reinkommt. Im Anschluß kann man das Tier mit einer Moroschen‘ Möhrensuppe füttern. Dafür kocht man Möhren eine Stunde lang und püriert sie anschließend. Etwas Kochwasser kann ruhig drin bleiben. Man füttert dem Tier über den Tag immer mal wieder eine kleine Menge oder auch löffelweise.
   *Nach ca. 1-2 Tagen sollte man Schonkost anbieten. Diese besteht aus gekochten Huhn und Reis. Den Reis sollte man wirklich „tot“ kochen für ca. 2 Stunden, damit er seine Wirkung erzielen kann. Katzen sollte man aufgrund der Tatsache, dass sie Kohlenhydrate kaum verwerten können, nur eine kleine Menge Reis anbieten. Die Tagesmenge sollte ca. 3% vom Körpergewicht sein. Dies kann man wieder für 2-3 Tage machen und dann die normale Nahrung wieder einschleichen lassen.